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Olli Nieden ist neuer Inklusionsmanager

Nach erfol­gre­ich­er Weit­er­bil­dung ist Oliv­er Nieden zum ehre­namtlichen Inklu­sion­s­man­ag­er des Stadt­sport­bund Braun­schweig e.V. berufen wor­den. Er übern­immt diese neue Funk­tion neben seines weit­eren Engage­ments als Vizevor­sitzen­der der Sportju­gend Braun­schweig im Haus des Sports. Außer­dem leit­et er seit mehreren Jahren die Abteilung „Schwim­men“ im Polizeis­portvere­in Braun­schweig.

Im Inter­view erk­lärt Oliv­er Nieden sein neues Auf­gaben­feld und spricht auch über seine per­sön­lichen Beweg­gründe, die Qual­i­fika­tion zum „Inklu­sion­s­man­ag­er“ zu erwer­ben.

SJ: Welche Auf­gaben hat ein Inklu­sion­s­man­ag­er?

Olli: Er soll das Bindeglied zwis­chen einem Vere­in und sport-inter­essierten Men­schen mit Beein­träch­ti­gung sein. Dabei sind die Auf­gaben sehr vielfältig und unter­schiedlich: Es fängt in der Regel mit der Willkom­men­skul­tur im Vere­in an, geht über die Abfrage und Sich­tung, welche Sport­pro­gramme ein Vere­in hat, und bei welchen Ange­boten Men­schen mit und ohne Beein­träch­ti­gung gemein­sam Sport treiben kön­nen. Am Ende soll er auch über­prüfen, ob die Sport­stät­ten entsprechend aus­ges­tat­tet und geeignet sind. Zudem sollte der Inklu­sion­s­man­ag­er natür­lich wis­sen und berat­en, wo Fördergelder beantragt wer­den kön­nen, um etwa neue und spezielle Sport­geräte anzuschaf­fen oder inklu­sive Sportange­bote umzuset­zen.

SJ: Hast Du per­sön­liche oder pri­vate Erfahrun­gen im Umgang mit behin­derten Men­schen?

Olli: Seit eini­gen Jahren bin ich in Braun­schweig bei den offe­nen Lan­desmeis­ter­schaften der Behin­derten im Schwim­men und beim Lan­dess­chwimm­fest für Men­schen mit und ohne Behin­derung als Kampfrichter und Sprech­er im Ein­satz. Da auch mein Stam­mvere­in, der Polizei SV Braun­schweig, eine dieser Ver­anstal­tun­gen oft­mals aus­richtet, tausche ich mich regelmäßig mit dem Behin­derten Sportver­band Nieder­sach­sen aus.

SJ: Welche konkreten Pro­jek­te willst Du als Inklu­sion­s­man­ag­er im Stadt­sport­bund Braun­schweig und mit der Sportju­gend umset­zen oder vorantreiben?

Olli: Wir haben bei unser­er großen Sportju­gend-Ferien­freizeit auf dem Zelt­platz Lenste im Som­mer 2017 einen beson­deren Tag des Sportabze­ichen durchge­führt. Beson­ders gefreut habe ich mich, dass daran auch Kinder ein­er Reiseg­ruppe der Leben­shil­fe mit großem Spaß erfol­gre­ich teilgenom­men haben. Mein Wun­sch ist es, so eine Ver­anstal­tung auch in Braun­schweig zu wieder­holen. Die Pla­nun­gen befind­en sich noch im Anfangssta­di­um, aber mit dem PSV als Koop­er­a­tionspart­ner ist die Sportju­gend auf einem guten Weg, in den näch­sten Monat­en den 1. Tag des inklu­siv­en Sportabze­ichens durch­führen zu kön­nen. Darüber hin­aus möchte ich im Stadt­sport­bund als Ansprech­per­son und Koor­di­na­tor der Inklu­sion­s­man­ag­er in den Vere­inen wirken. So haben bere­its Ein­tra­cht Braun­schweig, die Freie Turn­er­schaft Braun­schweig, der MTV Braun­schweig, der Polizei SV Braun­schweig, der SSC Ger­ma­nia, der TSV Ger­ma­nia Lamme sowie der SV Stöck­heim entsprechende Posten ein­gerichtet. Und natür­lich bin ich im Prä­sid­i­um des SSB auch Ansprech­part­ner für alle Vere­ine, die sich mit dem The­ma: Inklu­sion im und durch Sport beschäfti­gen wollen.

SJ: Warum lässt sich Inklu­sion im Sport beson­ders erfol­gre­ich umset­zen?

Olli: Ich denke, dass ger­ade der Sport, und dabei vor allem der Bre­it­en­sport eine Vielzahl von Möglichkeit­en bietet, mögliche Hemm­schwellen oder Berührungsäng­ste abzubauen.
Durch Anpas­sung der Regeln oder durch leichte Abän­derun­gen des Spiel­gerätes ist es ohne Prob­leme möglich, gemein­samen und inklu­siv Sport zu treiben.

Carola Ehlers • 7. März 2018


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